Tätigkeitsbericht

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2004 der Stiftung Erziehung zur Toleranz

Abschied von Dr. Dr. h.c. Sigi Feigel

Im abgelaufenen Jahr mussten wir leider von ihm endgültig Abschied nehmen. Er war der Initiant, Gründer und Präsident unserer Stiftung seit Anbeginn. Sigi, wie wir ihn alle nannten, war unsere Integrationsfigur, seine visionären Ideen, sein Optimismus und seine Durchsetzungskraft gaben uns stets Mut und verhalfen unseren Projekten letztlich zum Erfolg.

Auch in Zukunft wird es das Anliegen der SET bleiben, für die Erziehung der Jugend in einer freiheitlichen Demokratie und respektvollem Zusammenleben tätig zu sein. Wir wollen Toleranz lehren ? damit Toleranz auch gelebt wird.
Im Andenken an Sigi Feigel durften wir Trauerspenden erhalten, die wir in diesem Sinn verwenden werden.

Als Nachfolge von Dr. Feigel wurde die bisherige Vizepräsidentin Erika Gideon gewählt, neu kamen in den Stiftungsrat Frau Shella Kertész und Dr. Ronnie Bernheim als Vertretung der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA). Der bisherige Vizepräsident Prof. Dr. Ivo Nezel hat sein Amt zur Verfügung gestellt, bleibt jedoch im Stiftungsrat. Neu gewählt wurden 2 neue Vizepräsidenten: Frau Kertész und Dr. Karl Kistler.

Ebenfalls wurde neu ein Ausschuss zur effizienten Geschäftsführung benannt, bestehend aus 5 Personen.

Publikationsreihe zu aktuellen pädagogischen Themen

Das dritte Heft «Wertevielfalt» ist termingerecht vor den Sommerferien fertig gestellt worden. Es konnte noch vor den Sommerferien der Lehrerschaft zugestellt werden. Es wurde sehr positiv aufgenommen. Insgesamt wurden 1081 Publikationen nachbestellt.
Somit wäre die Serie mit den 3 Heften 1. «Interkulturelle Konflikte» 2. «Vielsprachige Schweiz» 3. «Wertevielfalt» einstweilen abgeschlossen. Eine mögliche Fortsetzung in etwa 3 Jahren ist vorgesehen.
Alle 3 Ausgaben sind in deutscher Sprache und durch unseren Vertragspartner «Loisir et Pédagogie» (lep) in Le-Mont-sur Lausanne auch auf Französisch herausgegeben worden. Zu allen Publikationen gehört immer ein Begleitheft mit didaktischen Vorschlägen und Zusatzinformationen.
Für dieses Projekt erhielt die SET Unterstützung vom «Rassismus Fondss» des Bundes, wofür wir sehr dankbar sind.
Das erste Heft erhielt die Auszeichnung des «Blauen Planeten» der Stiftung Bildung und Entwicklung, welche für interkulturelle Lehrmittel vergeben wird.

Schultheater-Wettbewerb

Nach intensiver und erfolgreicher Finanzierungssuche konnte die Ausschreibung des Wettbewerbes im Herbst 2004 erfolgen. Die von Ch. Lewinsky geschriebenen Anspielszenen wurden unter Leitung der Theaterfachfrau Liliane Heimberg inszeniert und von der «tpc» auf Video oder DVD produziert.
Die 3 Szenen mit der Problematik Rassismus, Antisemitismus und Gewalt enden mit der Eskalation des Problems. Schüler, Lehrerschaft und Jugendliche sollten in irgend einer szenischen Form eine einvernehmliche Lösung dafür finden. Die Resultate werden von einer Jury ? geleitet von Heinz Gubler, Theaterfachmann ? Mitgliedern aus dem Kreise der Sponsoren und SET und gleichaltrigen Jungendlichen begutachtet. Die besten Leistungen werden ausgezeichnet. Allenfalls kann daraus eine Fachtagung mit dem Thema «Prävention und Jugendarbeit» entstehen.

Polenreisen für Lehrer und Jugendliche

Die Unterstützung von Reisen nach Polen ? insbesondere in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz/Birkenau ? für Lehrer und/oder Schüler im Rahmen von Projektwochen wird weitergeführt. Es soll damit eine vertiefte Auseinandersetzung mit der damaligen geschichtlichen und politischen Entwicklung möglich sein und dem in der heutigen Zeit neu aufflammenden Rechtsextremismus sowie Rassismus entgegen wirken. Aus der direkt und persönlich erlebten Geschichte können für heute und die Zukunft Schlüsse gezogen werden.
Es fand eine Bildungsreise für Lehrkräfte mit 14 Teilnehmern aus verschiedenen Kantonen statt, die dann ihrerseits 2 Schülerprojektwochen durchführten. Von allen Reisen erhält die SET einen Bericht.
Die Eidgenossenschaft trat der «Internationalen Task Force for Holocaust Teaching, Remembrance und Research» bei. Die SET durfte eine Vertreterin in die schweizerische Begleitgruppe entsenden.

Racisme et Citoyenneté

Die Herausgabe des Werkes «Rassismus» für die französischsprachige Schweiz, zusammen mit dem Institut d?Etudes Sociales (HETS/ies) in Genf, geht in die letzte Phase. Diese ist auf Frühjahr 2005 geplant.

Zürich, im Januar 2005
Erika Gideon, Präsidentin (SET)

Es unterstützen die SET:

Stiftung gegen Rassisimus und Antisemitismus (GRA)

Nonro AG

Rotary Stiftung Zürich

Edith Goldberger

Dres. Madeleine und Albert Erlanger

Ruth Werfel

.Pulse Web-Agentur AG

business campaigning Switzerland GmbH

SET Spendenkonto:
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