Tätigkeitsbericht 2008

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008 der Stiftung für Erziehung zur Toleranz

Gib de Gwalt kei Chance!

Das war einer der Titel, von Schülern erdacht und vorgetragen an der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs vom Projekt "Schweizer Mundart Rap".
Die Tätigkeiten der SET waren im Jahre 2008 vor allem von diesem Projekt geprägt, welches seinen vorläufigen Abschluss fand mit folgenden Highlights:

  • Abschlussveranstaltung Wettbewerb 13.04.08
  • Euro Rap Veranstaltungen 13.-28.06.08
  • Worlddidac 29-31.10.08
  • "Certificate of the Quality of the Worlddidac Foundation"

Die Grundlage war das im Januar 2007 erschienene und von der Worlddidac
ausgezeichnete Lehrmittel "RESPECT! Rap für Toleranz in der Schule". Als Folge lancierte die SET einen entsprechenden Wettbewerb. Auf das praxisorientierte, kompakte und fächerübergreifende Lehrmittel konnten die Schüler zurückgreifen um Rap Texte zu schreiben, die sich gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus wenden.
Das Finale des Schweizer-Mundart-Rap-Wettbewerbs fand im Volkshaus Zürich statt. Es traten 12 Gruppen auf mit über 50 Schülern, die ihre eigenen Texte vortrugen. Die Veranstaltung wurde bereichert von den Profirappern Greis und Steezo und gekrönt von einer Ansprache von Regierungsrätin Regine Aeppli.

Im Rahmen der Euro 08 organisierte die SET Rap-Auftritte unter dem Motto "Mir started e Wälle", Rap für Fairplay, Toleranz und RESPECT an den öffentlichen Viewing-Plätzen. In Zürich waren es 4, in Basel 2.

Wie eingangs erwähnt, wurde das Lehrmittel Respect von der Worlddidac Foundation ausgezeichnet. An den jeweils über Mittag abgehaltenen öffentlichen Diskussionen an der Worlddidac konnte die SET unter Leitung von Josef Winkelmann ihre Anliegen und Empfehlungen für die Lehrerschaft in einer Runde von je 45 Min vertiefen.

Finanziell und aktiv wurden alle diese Schweizermundart Rap-Projekte von folgenden Partner-Organisationen mitgetragen:

  • Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG
  • Dachverband Schweizerischer Lehrer und Lehrerinnen LCH
  • Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV

In ganz besonderer Art haben sich die Stiftungsräte Hansjörg Brändli, Sigi Fabrikant und Urs Keller für diese Rap-Projekte verdient gemacht.
Als Folge ist nun das Forschungsprojekt "Jugend und Gewalt" in Arbeit. Es sollen in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich, der Pädagogischen Hochschule Zürich sowie der Kantonspolizei Zürich Rap-Texte wissenschaftlich analysiert werden. Man will Aufschluss erhalten über die Ansichten Jugendlicher zu Gewalt, Rassismus und Antisemitismus.
Der Lotteriefonds Kt Zürich hat dazu einen ansehnlichen Betrag gesprochen. Von der SET ist Sigi Fabrikant als Verantwortlicher bezeichnet worden.
An der Herbstsitzung hat der Stiftungsrat beschlossen, sich an einer weiteren Rap-Veranstaltung zu beteiligen, die von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Abteilung 'schule&kultur', lanciert wurde. Für das im Mai 09 stattfindende Wissenschaftsfestival Basecamp09 werden weitere Rap-Texte gesucht, die das aktuelle Thema Umweltschutz beinhalten sollen.

"Rappen" macht selbstsicher und fördert die Klassenkultur. Daher unterstützt die SET weiterhin die positiv belegte Rap-Kultur.

Von der SET wurde 1996 das Medienpaket Rassismus erarbeitet und 2001 eine aktualisierte Neuauflage herauskommen. In Zusammenarbeit mit der Ecole sociale in Genf ist daraufhin 2005 das Lehrmittel in französischer Sprache "Racisme(s) et Citoyenneté" entstanden.
Auf Anregung des Verlags Pestalozzianum hat die SET nun ein Rassismuslehrmittel für die Sekundarstufe I in Angriff genommen, das im Laufe von 2009 zusammen mit einer DVD heraus kommen soll. Projektleiter ist
Dr. Karl Kistler, Vizepräsident der SET, 2 der Autorinnen sind ebenfalls SET-Stiftungsräte.

Das 2005 erfolgreich lancierte Projekt "SET-Label für Respekt und Toleranz" musste leider aus finanziellen Gründen vorläufig suspendiert werden.

Allen Stiftungsräten, die sich zum allergrössten Teil unentgeltlich mit hunderten von Arbeitsstunden für diese Projekte einsetzen, sei auch an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen.

Infolge der Trennung der SET von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), konnte mit Letzterer vereinbart werden, dass sie auf den Einsitz von 2 GRAStiftungsrat-Mitgliedern im SETStiftungsrat – wie dies in der SET Stiftungsurkunde festgelegt ist – verzichten. Dies wurde von der Stiftungsbehörde des Kantons Zürich (BVS) bewilligt, befristet bis zum Ablauf der laufenden oder nächsten Amtsdauer des SET-Stiftungsrates.

Auf Ende Jahr mussten wir leider von 2 Stiftungsräten Abschied nehmen.
Urs Keller zog sich nach Abschluss des Rap-Projektes zurück. Hansjörg Brändli, der sich seit Bestehen der SET und ihrer Vorgängerorganisaiton, der "Arbeitsgruppe Lehrmittel", also seit 1974 als Quästor, Verantwortlicher in Verlagsfragen und in Vielem mehr für die Stiftung eingesetzt hat, trat altershalber zurück.
Beiden Stiftungsräten sei für ihren Einsatz herzlich gedankt, sie hinterlassen beide eine grosse Lücke.

Wir konnten 2 neue Stiftungsräte hinzu gewinnen. Die Historikerin und Vertreterin der Pädagogischen Hochschule Zürich PHZH, Dr. Sabina Brändli, arbeitet bereits am neuen Rassismusbuch mit. Peter Feller, ehemaliger Leiter des Lehrmittelverlages des Kantons Zürich LMV, wird uns mit seiner reichen Erfahrung im Verlagswesen eine gute Stütze sein.

2009 soll ein Jahr der Wende werden. So ist für die SET eine generelle Standortsbestimmung vorgesehen, um ihre zukünftigen Möglichkeiten und Projekte neu zu definieren. Voll Zuversicht stellt sich der Stiftungsrat diesen Herausforderungen.

Zürich im Februar 2009
Erika Gideon, Präsidentin (SET)

Es unterstützen die SET:

Stiftung gegen Rassisimus und Antisemitismus (GRA)

Nonro AG

Rotary Stiftung Zürich

Edith Goldberger

Dres. Madeleine und Albert Erlanger

Ruth Werfel

.Pulse Web-Agentur AG

business campaigning Switzerland GmbH

SET Spendenkonto:
ZKB       80-151-4
Kt.1132-0188.549
IBAN
CH85 0070 0113 2001 8854 9